Club déjà-vu

club deja-vu

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Der „Club Deja-vu“ wurde am 1. Mai 200? auf einem Fest am Günzburger Donauufer unter dem Namen „Die Kurt Cobains“ gegründet. Ferdinand Führer, der mit dem Schlagzeugposten, den er in seinen bisherigen Bands innehatte, unzufrieden geworden worden war, drängte es nach Größerem. Ferdinand hatte es geschafft seine wilden Teenagerjahre in die Twens zu retten und einige Cobains Songs waren bereits Jahre vor der Bandgründung berüchtigt, da der stadtbekannte Trinker sie bei jeder Gelegenheit spät Nachts an unterschiedlichen Örtlichkeiten präsentierte. Somit war ich wenig verwundert als Ferdinand uns seine Ambitionen darlegte und unsere Mitwirkung an seinem Projekt erfragte. Gitarrist Angry Stef wurde als Schlagzeuger ausgewählt, Roland van Oystern wurde die Rhythmusgitarre zugeteilt und Ich sollte Motörhead Solos klauen und in der passenden Tonart über Ferdinands Lieder spielen. Als fünftes Bandmitglied sollte Ferdinands Mutter den Übungsraum stellen.

Etwa ein Jahr und wenige Auftritte später wurde das erste Demo „Zu cool für die Liebe“ aufgenommen und – wenn man es so nennen will – veröffentlicht. Von Mai 2007 bis Mai 2008 wurden fast alle bisherigen Lieder in einem Augsburger Heizungskeller aufgenommen. In der Mitte der Produktionsphase wurden einige Kopien des zweiten Demos „Günzburg – Augsburg – Günzburg“ verteilt. Die Lieder der ersten Platte waren noch vermehrt von der Cleverness spätreifer Twens gekennzeichnet und beinhaltet neben Evergreens wie „Es tut mir leid“, „Mein kleines Alkoholproblem“ und „Zufall oder nicht“ einige Nummern für die man sich schämen kann und darf.

Die Zeit, die die Produktion des ersten Albums forderte wurde genutzt um das nächste Album „Mondphasenfriseur“ zu komponieren, welches im April 2008 in wechselnden Räumlichkeiten des Juze West in Stuttgart aufgenommen wurde. Ferdinands anhaltend wechselhaftes Beziehungsleben erhielt verstärkt Eingang in die Lyrik und drängte die spätpubertäre Dümmlichkeit gänzlich in den Hintergrund. Darüber hinaus prägte das gemeinsame Interesse der Bandmitglieder für das Astronomische die Platte, die neben Liedern wie „Schatten der Vergangenheit“, „Nuttenflatrate“ und „Mit Captain Brass auf Du und Du“ mit dem Lied „Motorradgottesdienst“ die Vertonung eines Heinz Strunk Gedichtes enthält. Im Sommer 2009 benannten sich die Cobains in den „Club Deja-Vu“ um und veröffentlichten beide Platten.

Inzwischen hatten sich bei fast allen Bandmitgliedern behandlungsbedürftige Psychosen eingenistet, die die Songs des im August 2009 aufgenommen Albums „Erotik-Science-Fiction“ im Zusammenhang mit dem weiter gestiegenen Interesse am Inter-Stellaren in eine düsterere, verstörendere Richtung lenkte. Die Pop-Ambitionen des Clubs waren darüber hinaus weiter gestiegen und tragen Rechnung für die glattgebügelte Produktion der ansonsten bisher besten Platte, auf der mit „Tausend Jahre Untergang“, „Wie die Liebe funktioniert“ oder „Leichenballett“ einige der beliebtesten Lieder des Clubs vertreten sind.

An zwei kalten Wintertagen im Januar 2010 wurde das Musikvideo zu „Für immer Astronaut“ gedreht.